Der Infostand wurde trotz des beginnenden weihnachtlichen Einkaufsmarathons sehr gut besucht.
Das Interesse der Bürger/Innen an eine Beendigung deutscher Beteiligung an einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg war ausserordentlich hoch, was verständlicherweise zu vielen engagierten Diskussionen führte.
Diese Gespräche halfen u.a. auch Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, dass beispielsweise die Forderung "Raus aus Afghanistan" gerade bedeutet, dass sich Deutschland eben nicht aus der Verantwortung stehlen kann.
DIE LINKE, Kreisverband Kaufbeuren/Ostallgäu, sah sich in ihren Forderungen, die militärischen Mittel herunterzuschrauben und im Gegenzug Investitionen in zivile Projekte, den Wiederaufbau von Polizei, Justiz und Bildung zu forcieren, Korruptionnetze klar zu benennen u.v.m., bestätigt. Dafür sei es auch wichtig Kontakte mit demokratischen Gruppen in Afghanistan zu knüpfen. Unverständlich bleibt auch, dass Bankgeheimnisse von EU-Bürgern von der USA eingesehen werden sollen, aber Drogengelder in Milliardenhöhe aus afghanischem Drogenhandel nicht kontrolliert werden. Die Frage, welche Gruppen tatsächlich von solchen Kriegen profitieren, stellte sich mehr als einmal an diesem Tag.
Nach Auszählung der abgegebenen Stimmzettel sah sich DIE LINKE in ihren Forderungen bestätigt. 98% der Stimmen sprachen sich gegen eine Verlängerung des Beundeswehreinsatzes in Afghanistan aus. Die Argumentationen für diese Entscheidung waren vielfältig und vor allem menschlich nachvollziehbar. Einzig 2% der Stimmen sprachen sich für eine Verlängerung aus, mit der Begründung die Soldaten sollten dafür mehr Geld bekommen. Solche Aussagen hören sich nicht nach Landesverteidigung an, eher nach Söldnertum, wofür aber die Bundeswehr niemals bestimmt war!






