Ein Licht aufstecken – Fackeln für den Frieden

Gruppenbild Friedensdemo Weihnachten 2009 Kaufbeuren

Auch die klirrende Kälte von über -12° C in Kaufbeuren hielt die Friedensaktivisten des Kreisverbandes DIE LINKE Kaufbeuren-Ostallgäu nicht davon ab für den Frieden zu demonstrieren.

„Frieden auf Erden“

Mit diesem christlich-weihnachtlichen Leitspruch wollten die Kundgebungsteilnehmer unmittelbar vor dem 4. Advent betonen, dass Weihnachten und Frieden eng zusammen gehören.

Mit einem Friedensfackelzug über 4 Stationen in der Altstadt von Kaufbeuren rund um den Weihnachtsmarkt von 16:15 bis 17:30 Uhr machten sie am 19.12.2009 darauf aufmerksam, dass Frieden auf der Welt leider immer noch nicht Realität ist. Dabei wurde auf jeder der Stationen in kurzen Ansprachen für den Frieden geworben.

Die Bundestagsabgeordnete Eva Bulling-Schröter stellte klar, dass Kriege – auch der in Afghanistan unmenschlich und nur unter dem Deckmantel der Humanität geführt werden. Es geht in erster Linie um die Sicherung von Rohstoffen. Jeder Mensch ob deutscher Soldat oder von der Afghanistanischen Bevölkerung der dort stirbt oder verletzt wird ist ein Mensch zu viel! Die überwiegende Mehrheit der Deutschen sieht dies auch so – erst im Bundestag verkehrt sich dieses Verhältnis ins Gegenteil. Sie rief die Kaufbeurer auf sich dagegen zu wenden und den Frieden aktiv zu unterstützen.

Hart mit Verteidigungsminister zu Guttenberg ging die Kreisverbandsvorsitzende Vida Guggemos ins Gericht. Nicht Aufklärung der Umstände der Bomben auf die Tanklaster, bei dem auch viele Zivilisten ermordet wurden, sei aus seinen Handlungen zu entnehmen – trotz der Lippenbekenntnisse, dass Fehler passiert seien werden keine oder die falschen Konsequenzen gezogen: Die einzig richtige Konsequenz kann nur sein: „Soldaten raus aus Afghanistan!“

Nachdenklichkeit der Demonstrationsteilnehmer und der Passanten kam auf als Rudi Krumm das Gedicht von Theodor Fontane „Das Trauerspiel von Afghanistan“ vortrug, dass 1847 entstanden ist. Hintergrund war die vernichtende Niederlage der Engländer in Afghanistan; das Gedicht schloss: „Mit dreizehntausend der Zug begann, Einer kam heim aus Afghanistan“.
Jeffrey Schevitz (Munich-American Peace Committee) berichtete als US Bürger von den Aktivitäten seiner Landsleute für den Frieden. Viele Amerikaner sind aktiv gegen diesen Krieg in Afghanistan.

Die Aussage aller Parteien nach dem 2. Weltkrieg, dass von Deutschland nie wieder Krieg ausgehen darf wurde mit einer Ausnahme von sämtlichen derzeit im Bundestag vertretenen Parteien mit Füssen getreten. Einzig die Partei DIE LINKE spricht sich ohne Vorbehalte dafür aus, dass sich Deutschland nicht an Kriegseinsätzen beteiligen darf. Damit ist sie für mich die einzig ernst zu nehmende Friedenspartei in Deutschland. Konsequent deshalb auch die Forderung: „Deutsche Soldaten raus aus Afghanistan“ und dem christlichen Wunsch „Frieden auf Erden“, schloss Paul Meichelböck als Kundgebungsleiter die Versammlung.