
München blockierte erfolgreich Nazis, DIE LINKE Kaufbeuren blockierte mit.
Der achte Mai ist für uns ein besonderes Datum.
Absolut unvorstellbar ist es für uns, dass sich zu diesem geschichtsträchtigen Datum eine Horde Nazis in München versammeln wollte, um unter dem Motto “besiegt und besetzt, wir feiern nicht” ihre menschenverachtende Ideologie in einem Demozug auf die Straße zu tragen.
Dies galt es zu verhindern!
Dem Aufruf eines Antifaschistischem Bündnis folgend, ging es dann, noch bevor unser Infostand in Kaufbeuren beendet war, nach München.
In München angekommen, zog zuerst eine Demo mit ca. 500 Teilnehmern vom Rindermarkt zur U-Bahn Station.
Bereits während des Demozuges kam zu Provokationen gegen die Demo.
Belustigend war ein Passant, der meinte den Hitlergruß zeigen zu müssen, er holte sich nicht nur den Zorn der Demonstranten, sonder direkt auch eine Anzeige durch die Polizei ab.
An der U-Bahn Station angekommen, fuhr man geschlossen mit der U3 nach Fürstenried West, wo das bürgerliche Fest “München ist bunt” bereits voll im Gange war.
Unvergessen wird die bewegende Ansprache des KZ Überlebenden Martin Löwenberg wohl im Gedächtnis aller Teilnehmer bleiben.
Ein besonders breites Spektrum von Antifaschisten war vor Ort. Von Autonomen Gruppen über die SPD und Grüne waren sogar einige junge Liberale vor Ort.
Zuerst wurden die Versuche, die Straße zu blockieren, von der Polizei autoritär abgedrängt.
Später jedoch, als immer mehr bürgerliche Personen auf die Straße drängten, gab die Polizei auf, und ließ die Blockierer gewähren.
Ein “abräumen” der Blockade hätte der Polizei wohl sehr schlechte Schlagzeilen gebracht, da sich mittlerweile auch Landespolitiker in der Blockade befanden.
Dies führte dazu, dass die Nazis schon nach ca. 500 Metern umkehren mussten.
Bei ihrer Abschlusskundgebung ließen die Nazis, geführt unter dem berüchtigten Münchner Neonazi Phillip Hasselbach die Masken fallen und titulierten die Demonstranten als “ Gesindel, abartiges geisteskrankes Untermenschentum” (Beweisvideos auf Youtube) und kündigten weitere Aktionen in der Münchener Innenstadt an.
Dies war jedoch von der Polizei verboten worden und führte dazu, das die 70-80 Nazis in die U3 verfrachtet, und allesamt noch in der U Bahn verhaftet wurden.
Ein wohl einzigartiges Vorgehen der Polizeikräfte im Kampf gegen den braunen Sumpf.
Für die Münchner Antifaschisten war dies ein großer Erfolg, und er sollte uns alle Ermutigen, Zivilcourage zu zeigen, und uns mutig den Faschisten in Weg zu stellen, wo sie nur auftauchen.
Zusammenfassend ein genialer Tag, mit guter Laune, guter Musik und vielleicht neuen Genossen im Kampf gegen den Faschismus.





